Trockenbauwand selber bauen: Metallständerwand Schritt für Schritt
- Wanddicke
- 75 mm
- Raumhöhe
- bis ca. 3,15 m
- Schwierigkeit
- Mittel
- Dauer
- ca. 2 Tage
Trockenbauwand selber bauen: Metallständerwand Schritt für Schritt: Eine Trockenbauwand ist ein Gerippe aus verzinkten Blechprofilen, beidseitig mit Gipsplatten beplankt, dazwischen Mineralwolle. Sie trägt nichts, sie trennt nur den Raum. Mit 50er-Profilen und je einer 12,5 Millimeter dicken Platte pro Seite wird sie 75 Millimeter stark.
Kurz gesagt
Eine Trockenbauwand ist ein Gerippe aus verzinkten Blechprofilen: UW-Profile an Boden und Decke, CW-Ständer alle 62,5 cm, rundum mit Anschlussdichtung. Beidseitig kommt je eine 12,5 mm dicke Gipsplatte darauf, dazwischen mindestens 40 mm Mineralwolle, die Fugen werden in Qualitätsstufe Q2 gespachtelt. Mit 50er-Profilen wird die Wand 75 mm dick und reicht in Wohnräumen bis rund 3,15 m Raumhöhe.
Mengen für eine Wand von 3,00 m Länge und 2,60 m Höhe zwischen zwei Wänden.
- Material zusammen
- ca. 220 €
Ohne Werkzeug. Preise: Median deutscher Online-Händler, Stand Oktober 2026. Regional und je nach Händler abweichend.
0 von 9 Schritten erledigt
- 1
Profilgröße wählen. Mit 50er-Profilen wird die Wand 75 mm dick und reicht in Wohnräumen bis rund 3,15 m Raumhöhe, nach Rigips-Verarbeitungsrichtlinie nur im Einbaubereich 1, also in Räumen mit wenigen Menschen wie Wohnungen und Büros. Ist der Raum höher, nehmen Sie 75er-Profile.

Abb. 1 · Die fertige Trockenbauwand zwischen zwei Wänden, daneben eine Person mit Wasserwaage - 2
Anreißen. Markieren Sie am Boden die beiden Enden der Wand. Die Schlagschnur ist eine Schnur, die in einer Dose mit Kreidepulver aufgerollt ist. Spannen Sie sie straff zwischen den beiden Markierungen, heben Sie sie in der Mitte ein Stück an und lassen Sie sie zurückschnappen: Sie schlägt eine gerade Kreidelinie auf den Boden. Übertragen Sie die Linie mit dem Lot an die Decke und senkrecht an beide Wände; ein Linienlaser projiziert sie in einem Schritt auf Boden, Wände und Decke. Legen Sie die Linie so, dass die Profile sie später verdecken, denn gefärbte Kreide kann nach der Rigips-Richtlinie durch einen Anstrich durchschlagen. Prüfen Sie vor dem Bohren mit einem Leitungssucher, ob in Boden, Decke oder Wänden Leitungen oder Rohre liegen.

Abb. 2 · Die angerissene Linie auf Boden, Decke und Wänden, die Schlagschnur liegt am Ende der Linie - 3
Rahmen setzen. Kleben Sie auf die Rückseite jedes Anschlussprofils eine Anschlussdichtung, also ein selbstklebendes Band, das die Fuge zum Bauteil schließt. Ohne sie geht Schall durch den Spalt. Die UW-Profile kommen an Boden und Decke, die CW-Profile an die seitlichen Wände. Dübeln Sie sie nach Rigips höchstens alle 1.000 mm fest. Schneiden Sie die Profile mit der Blechschere, nie mit dem Winkelschleifer, denn er zerstört den Korrosionsschutz an der Schnittkante. Die Kanten sind scharf, tragen Sie Handschuhe.

Abb. 3 · UW-Profile an Boden und Decke, CW-Profile an den Wänden, alle auf einer Anschlussdichtung, daneben die Blechschere - 4
Ständer stellen. Stellen Sie die CW-Ständer im Achsabstand von 625 mm in die UW-Profile, das ist genau eine halbe Plattenbreite. Schneiden Sie sie so, dass sie nach Rigips mindestens 15 mm in das Deckenprofil greifen und dort 10 bis 20 mm Luft bleiben. Alle offenen Seiten zeigen in die Richtung, in der Sie später beplanken. Ständer und UW-Profile werden nicht verschraubt, die Ständer stehen lose.

Abb. 4 · CW-Ständer alle 62,5 cm, oben im Deckenprofil mit Luft zur Decke - 5
Die erste Seite beplanken. Richten Sie die erste Gipsplatte mit der Wasserwaage exakt senkrecht aus, denn alle weiteren Platten folgen ihr. Zu Boden und Decke bleibt eine Fuge von etwa 5 mm. Jeder Plattenstoß liegt mittig auf einem Ständer. Schrauben Sie mit Schnellbauschrauben TN 3,5 × 25 mm, nach Knauf W111 höchstens alle 250 mm. Der Schraubenkopf sitzt bündig im Karton und durchstößt ihn nicht, sonst hält er die Platte nicht mehr sicher. Ein Akkuschrauber mit Tiefenanschlag hilft dabei.

Abb. 5 · Die erste Seite beplankt, Schrauben in Reihen auf den Ständern, die Wasserwaage an der ersten Platte - 6
Mineralwolle einlegen. Legen Sie von der offenen Seite Mineralwolle in die Felder zwischen den Ständern, bei 50er-Profilen nach Knauf mindestens 40 mm dick, dicht gestoßen und so, dass sie nicht abrutscht. Schneiden Sie sie mit dem Messer auf fester Unterlage, statt sie zu reißen, und tragen Sie Handschuhe. Reste saugen Sie ab, statt sie trocken zu kehren, so wie es die DGUV Information 213-031 für Mineralwolle vorsieht.

Abb. 6 · Schnitt durch die Wand: Mineralwolle zwischen den Ständern hinter der ersten Seite, das angebrochene Paket mit dem Messer - 7
Die zweite Seite beplanken. Beplanken Sie die zweite Seite genauso, aber mit versetzten Fugen. Nach Rigips liegt jeder senkrechte Plattenstoß mindestens einen Ständerabstand, also 625 mm, neben dem der ersten Seite. Beginnen Sie deshalb mit einer halben Platte. So läuft keine Fuge durch die ganze Wand.

Abb. 7 · Die zweite Seite, ihre Plattenstöße um einen Ständer gegen die erste Seite versetzt - 8
Spachteln. Spachteln Sie alle Fugen und Schraubenköpfe. Üblich ist die Standardverspachtelung, Qualitätsstufe Q2 nach Merkblatt 2 des Bundesverbands der Gipsindustrie. Sie reicht zum Beispiel für Raufaser oder einen matten Anstrich. Ob Sie einen Fugendeckstreifen einlegen müssen, hängt von der Plattenkante und der Spachtelmasse ab, der Plattenhersteller gibt es an. Unter etwa 10 °C Raumtemperatur wird nicht gespachtelt.

Abb. 8 · Gespachtelte Fugen und Schraubenköpfe auf der fertigen Wand, Eimer und Spachtel davor - 9
Den Aufbau kennen. Im Schnitt besteht die Wand aus Gipsplatte, Ständer mit Mineralwolle und Gipsplatte, zusammen 75 mm. Braucht ein Raum mehr als rund 3,15 m Höhe oder mehr Schallschutz, bauen Sie mit 75er-Profilen: Die Wand wird dann 100 mm dick und darf nach Knauf bis 4,00 m hoch sein.

Abb. 9 · Schnitt durch die fertige Wand: Gipsplatte, Ständer mit Mineralwolle, Gipsplatte
Anschlussdichtung weggelassen. Über die Fugen zu Boden, Decke und Wänden geht Schall ungehindert hindurch, die Wand dämmt deutlich schlechter. Hinterlegen Sie alle Anschlussprofile mit Anschlussdichtung, auch an den seitlichen Wänden.
Profile mit dem Winkelschleifer geschnitten. Die Hitze zerstört den Korrosionsschutz an der Schnittkante, das Profil kann rosten. Schneiden Sie mit der Blechschere oder Profilschere.
Schrauben zu tief eingedreht. Der Kopf durchstößt den Karton und hält die Platte nicht mehr sicher. Nehmen Sie einen Akkuschrauber mit Tiefenanschlag, der Kopf sitzt bündig im Karton.
Fugen beider Seiten in einer Flucht. Eine durchgehende Fuge ist eine Schwachstelle der ganzen Wand. Beplanken Sie die zweite Seite um mindestens einen Ständerabstand, 625 mm, versetzt.
Profil zu schmal für die Raumhöhe. Die Wand ist nicht steif genug; die Tabellenwerte der Hersteller dürfen nicht überschritten werden. Nehmen Sie CW 50 nur bis rund 3,15 m Raumhöhe in Wohnräumen, darüber CW 75.