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Innenausbau

Vorsatzschale vor Massivwand: an der Wand befestigt oder freistehend

Erstellt am 14. Oktober 2026

Dauer
1 bis 2 Tage
Schwierigkeit
mittel
Platzbedarf
6 bis 10 cm
Werkzeug
Akkuschrauber, Wasserwaage
Massivwand zur Nachbarwohnung
Material liegt bereit
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Vorsatzschale vor Massivwand: an der Wand befestigt oder freistehend: Eine Vorsatzschale ist eine Trockenbauwand, die nur zum Raum hin beplankt ist und vor einer bestehenden Wand steht, hier vor der Massivwand zur Nachbarwohnung. Sie macht eine schiefe Wand gerade, verdeckt Leitungen und dämpft mit Mineralwolle den Schall. Auf einer schweren Wand bringt sie nach Rigips allerdings nur etwa fünf bis zehn Dezibel.

Kurz gesagt

Eine Vorsatzschale ist eine nur raumseitig beplankte Trockenbauwand vor einer bestehenden Wand. An der Wand befestigt bauen Sie sie aus CD-Profilen mit Schwingabhängern, freistehend aus CW-Profilen, die die Wand nicht berühren: das braucht mehr Platz, aber keine tragfähige Wand. Ständer alle 62,5 cm, Mineralwolle in den Hohlraum, eine Lage 12,5-mm-Gipsplatten, verschraubt höchstens alle 25 cm.

Wann diese Anleitung nicht passt

  • Außenwände: Eine gedämmte Vorsatzschale ist dort eine Innendämmung, bei der sich Tauwasser in der Wand sammeln kann; Knauf verlangt dafür einen Bauphysiker.
  • Bad, WC und andere Feuchträume: brauchen andere Platten; Vorwandinstallationen für WC und Waschtisch sind eine eigene Bauweise.
  • Wände über 2,60 m und zweilagige Beplankung: Dafür gelten andere Profile und Abstände.
  • Gipsplatten direkt an die Wand kleben (Trockenputz): ein anderes Verfahren.

Mengen für eine Wand von 3,0 × 2,6 m.

Befestigt
ca. 420 €
Freistehend
ca. 180 €

Ohne Werkzeug. Preise: Median deutscher Online-Händler, Stand Oktober 2026. Regional und je nach Händler abweichend.

0 von 6 Schritten erledigt

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    Entscheiden Sie sich für eine Bauart. Ist die Wand fest und liegt nichts auf ihr, befestigen Sie die Vorsatzschale an der Wand: Das ist schlanker. Liegen Leitungen auf der Wand, ist der Putz bröselig oder wollen Sie gar nicht in die Wand bohren, bauen Sie freistehend; das nennt Rigips als Grund für die freistehende Bauart. Rechnen Sie mit etwa 6 cm Aufbau für die befestigte und rund 10 cm für die freistehende Vorsatzschale.

    Die Massivwand zur Nachbarwohnung, davor liegen Gipsplatten, Profile und Mineralwolle bereit
    Abb. 1 · Die Massivwand zur Nachbarwohnung, davor liegen Gipsplatten, Profile und Mineralwolle bereit
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    Setzen Sie die Anschlussprofile. Reißen Sie die Vorderkante der Vorsatzschale an Boden und Decke an. Freistehend bleiben die Profile so weit vor der Wand, dass die Ständer weder Wand noch Leitungen berühren, nach Rigips mindestens 2 cm. Kleben Sie Dichtungsband unter die Anschlussprofile, bei der befestigten Bauart UD-Profile 28/27, bei der freistehenden UW-Profile 50. Dübeln Sie sie nach DIN 18183-1, wie der Bundesverband der Gipsindustrie sie wiedergibt, höchstens alle 100 cm fest. Das Band verhindert Luftspalte und Schallbrücken.

    Freistehend: UW-Profile mit Dichtungsband vor der Wand, auf der Wasserleitungen liegen
    Freistehend: UW-Profile mit Dichtungsband vor der Wand, auf der Wasserleitungen liegen
    An der Wand befestigt: UD-Profile mit Dichtungsband an Boden und Decke
    Abb. 2 · An der Wand befestigt: UD-Profile mit Dichtungsband an Boden und Decke
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    Stellen Sie die Ständer. Alle 62,5 cm ein Ständer, unter jeder Plattenfuge einer, mit der Wasserwaage lotrecht ausgerichtet. An der Wand befestigt: CD-Profile 60/27 in die UD-Profile, gehalten von Direktschwingabhängern, nach Rigips höchstens alle 1,25 m übereinander, nach Knauf 1,50 m. Nur Schwingabhänger bringen Schallschutz; ihr Gummi darf beim Festschrauben nur wenig zusammengedrückt werden. Freistehend: CW-Profile 50 in die UW-Profile; sie berühren weder Wand noch Leitungen. Einlagig beplankt reicht CW 50 nach Rigips bis 2,60 m, nach Knauf und dem Bundesverband bis 2,70 m Höhe; darüber nehmen Sie CW 75.

    Schnitt von oben, freistehend: CW-Profil mit Abstand zu Wand und Leitungen
    Schnitt von oben, freistehend: CW-Profil mit Abstand zu Wand und Leitungen
    Schnitt von oben, befestigt: CD-Profil im Schwingabhänger direkt an der Wand
    Abb. 3 · Schnitt von oben, befestigt: CD-Profil im Schwingabhänger direkt an der Wand
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    Legen Sie die Mineralwolle ein. Knauf nennt 30 mm für die befestigte und 40 mm für die freistehende Bauart mit CW 50. Stoßen Sie die Platten dicht und sichern Sie sie gegen Herabrutschen. Lücken wirken wie Schallbrücken.

    Schnitt von oben: Wand, Hohlraum mit Mineralwolle, Profil und Gipsplatte
    Abb. 4 · Schnitt von oben: Wand, Hohlraum mit Mineralwolle, Profil und Gipsplatte
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    Beplanken Sie die Wand. Gipsplatten 12,5 mm senkrecht, mit Schnellbauschrauben 3,5 × 25 nach Knauf und Rigips höchstens alle 25 cm. Die Längsfugen liegen auf den Ständern und um einen Ständer versetzt. Zum Boden bleiben nach Rigips etwa 5 mm Luft, zur Decke und zu den Seitenwänden ebenso.

    Die beplankte Vorsatzschale, ein Feld noch offen
    Abb. 5 · Die beplankte Vorsatzschale, ein Feld noch offen
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    Spachteln Sie Fugen und Anschlüsse. Füllen Sie die Fugen mit Fugenspachtel. An Wand und Decke trennt ein Trennstreifen die Vorsatzschale vom Bestand; so beschreibt es das Merkblatt des Bundesverbands für den starren, angespachtelten Anschluss. Er verhindert Risse im Anschluss.

    Die fertige Vorsatzschale mit gespachtelten Fugen
    Abb. 6 · Die fertige Vorsatzschale mit gespachtelten Fugen

Freistehende Ständer berühren die Wand. Dann läuft der Schall über das Profil, der Schallschutz ist dahin. Reißen Sie mindestens 2 cm Abstand an und halten Sie ihn auf ganzer Höhe.

Einfache statt Schwingabhänger verwendet. Die befestigte Vorsatzschale bringt dann kaum Schallschutz; Knauf rechnet die Verbesserung nur mit Direktschwingabhängern. Wollen Sie Schall dämpfen, nehmen Sie Schwingabhänger.

Dichtungsband vergessen. An Boden und Decke bleiben Luftspalte und Schallbrücken. Kleben Sie das Band unter jedes Anschlussprofil.

Mineralwolle mit Lücken eingelegt. Der Hohlraum dröhnt, der Schallschutz sinkt. Stoßen Sie die Platten dicht.

Freistehend über 2,60 m mit CW 50. Die Wand federt, die Fugen reißen. Nehmen Sie darüber CW 75.

Die Vorsatzschale auf die Außenwand gesetzt. Hinter der Dämmung sammelt sich Tauwasser, es droht Schimmel. Eine Innendämmung gehört in die Hand eines Bauphysikers.

VarianteAufbauAbwägung
An der Wand befestigtCD-Profile mit SchwingabhängernSchlanker, ab etwa 6 cm Aufbau; braucht eine Wand, in der Dübel halten.
FreistehendCW-Profile, berühren die Wand nichtRund 10 cm Aufbau, bis 2,60 m hoch; geht vor jeder Wand, auch vor bröseligem Putz oder Leitungen.

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Stand: 14. Oktober 2026

Diese Anleitung ersetzt keine Fachberatung und keine Fachplanung.