Tür in Trockenbauwand einbauen: Türöffnung mit UA-Profilen
- Dauer
- ca. 1 Tag
- Schwierigkeit
- Mittel
- Werkzeug
- Akkuschrauber, Wasserwaage
- Genehmigung
- Keine
Tür in Trockenbauwand einbauen: Türöffnung mit UA-Profilen: Eine Tür in der Trockenbauwand hält nur in einer stabil eingefassten Öffnung. Das übernehmen zwei UA-Profile aus 2 Millimeter starkem Stahl, die vom Boden bis zur Decke reichen. Mit der Wasserwaage richten Sie sie genau lotrecht aus, damit die Zarge später gerade sitzt.
Kurz gesagt
Eine Tür in der Trockenbauwand braucht zwei UA-Profile aus 2 mm Stahl als Türpfosten, raumhoch und mit Winkeln an Rohboden und Rohdecke befestigt. Darüber liegt ein Sturz aus einem UW-Profil mit zwei kurzen CW-Profilen bis zur Decke. Die Plattenfugen halten mindestens 15 cm Abstand zur Öffnung und liegen nie auf den UA-Profilen.
Eine Tür bewegt die Wand bei jedem Öffnen und Schließen. In einer Trockenbauwand, also einer Wand aus Metallprofilen und Gipsplatten, nehmen diese Last die Profile neben der Tür auf. Normale CW-Profile sind dafür oft zu dünn. An ihre Stelle treten UA-Profile, Aussteifungsprofile aus 2 mm starkem Stahl, die vom Rohboden bis zur Rohdecke reichen.
Diese Anleitung zeigt die Türöffnung in einer neuen Ständerwand mit CW-50-Profilen, einlagig beplankt, bis 2,60 m Raumhöhe, und den Einbau einer Holzzarge mit Normtür. Wie die Wand selbst entsteht, steht in der Anleitung „Trockenbauwand selber bauen“. Nicht Teil dieser Anleitung: eine Öffnung nachträglich in eine fertige Wand schneiden, Stahlzargen, Schiebe- und Glastüren, Türblätter über 50 kg sowie Brand- und Schallschutztüren. Für diese gilt die Zulassung der jeweiligen Tür.
Mengen für eine Türöffnung 900 × 2010 mm in einer 2,50 m hohen CW-50-Wand.
- Material zusammen
- ca. 300 €
Ohne Werkzeug. Preise: Median deutscher Online-Händler, Stand Oktober 2026. Regional und je nach Händler abweichend.
Die Mengen gelten für eine Türöffnung von 900 × 2010 mm in einer 2,50 m hohen Wand. Gipsplatten, Mineralwolle und die übrigen Profile kommen aus dem Material für die Wand.
0 von 8 Schritten erledigt
- 1
Aufbau verstehen. Zwei UA-Profile fassen die Öffnung ein, vom Rohboden bis zur Rohdecke. Oben schließt ein Sturz die Öffnung ab, darüber stehen zwei kurze CW-Profile. Die Gipsplatten laufen über Eck um die Öffnung, und in die fertige Öffnung kommt die Holzzarge. Legen Sie die Wasserwaage bereit: Ohne lotrechte Profile sitzt die Zarge schief.

Abb. 1 · Fertige Trockenbauwand mit Tür, daneben eine Person mit Wasserwaage - 2
Profil wählen. Normale CW-Profile sind 0,6 mm dick. Nach den Verarbeitungsrichtlinien von Rigips reichen sie an einer Tür nur, wenn die Wand höchstens 2,60 m hoch, die Öffnung höchstens 88,5 cm breit und das Türblatt höchstens 25 kg schwer ist. Knauf nennt dieselben Grenzen mit Verweis auf DIN 18340. Liegt ein Wert darüber, brauchen Sie UA-Profile. Ein Holzpfosten im CW-Profil ersetzt sie nicht. Rigips empfiehlt UA-Profile an Türen grundsätzlich. Ein UA 50 trägt laut Knauf ein Türblatt bis 50 kg, bei einer Türbreite bis 1010 mm. Das Gewicht steht im Datenblatt der Tür.

Abb. 2 · Waagerechter Schnitt durch die Wand: links ein dünnes CW-Profil, rechts das dicke UA-Profil an der Türöffnung - 3
Öffnung anzeichnen. Übertragen Sie die Wandöffnung auf Boden und Decke. Maßgeblich ist das Datenblatt Ihrer Zarge. Für eine Holzzarge mit Normtür, Türblatt 860 × 1985 mm, empfiehlt der Zargenhersteller Westag in Leichtbauwänden 900 × 2010 mm. Das sind 15 mm mehr Breite und 5 mm mehr Höhe als die Wandöffnung nach DIN 18100 von 885 × 2005 mm. Das UW-Profil am Boden endet zu beiden Seiten der Öffnung, damit dort keine Schwelle bleibt.

Abb. 3 · Ständerwand mit Lücke für die Tür, die Kanten der Öffnung mit Bleistift auf Boden und Decke angerissen - 4
UA-Profile setzen. Schneiden Sie beide UA-Profile in einem Stück zu, rund 40 mm kürzer als die CW-Profile. Knauf schließt gestoßene UA-Profile aus. Je ein Türpfosten-Steckwinkel unten und oben verbindet das Profil mit Rohboden und Rohdecke. Er wird mit den beiliegenden Dübeln befestigt. Richten Sie jedes Profil mit der Wasserwaage lotrecht aus, sonst sitzt später die Zarge schief. Die obere Schraube ziehen Sie nur handfest an. So bleibt der Anschluss gleitend, und die Decke darf sich nach Knauf bis 20 mm durchbiegen. Bevor Sie in Boden und Decke bohren, klären Sie, ob dort Leitungen liegen.

Abb. 4 · Zwei UA-Profile an der Türöffnung, unten und oben mit Türpfosten-Steckwinkeln gedübelt - 5
Sturz einbauen. Der Sturz schließt die Öffnung oben ab. Er entsteht aus einem UW-Profil, das etwas länger ist als die Öffnung breit: Flansche an beiden Enden einschneiden, die Enden nach oben abknicken und mit Blechschrauben seitlich an die UA-Profile schrauben. Die Unterkante des Sturzes liegt auf der Höhe der Wandöffnung, hier 2010 mm. Fertige Türsturzprofile sind für gängige Öffnungsbreiten vorgelocht und ersparen das Einschneiden.

Abb. 5 · Sturz aus einem UW-Profil zwischen den beiden UA-Profilen, die Enden abgeknickt und verschraubt - 6
Sturzstiele setzen. Über dem Sturz stehen zwei kurze CW-Profile bis in das UW-Profil an der Decke. Ihre Lage bestimmt, wo später die Plattenfugen über der Tür liegen. Setzen Sie sie so, dass jede Fuge mindestens 15 cm von der Türöffnung entfernt ist, wie Rigips es verlangt. Der Abstand der Profile bleibt wie in der übrigen Wand höchstens 62,5 cm.

Abb. 6 · Zwei kurze CW-Profile über dem Sturz, vom Sturz bis zur Decke - 7
Beplanken. Auf den UA-Profilen darf keine Plattenfuge liegen, und keine Fuge darf in Verlängerung der Türkante nach oben laufen. Schneiden Sie die Gipsplatten deshalb über Eck um die Öffnung zu, in L-Form, so dass jede Fuge mindestens 15 cm Abstand zur Öffnung hält und auf einem Sturzstiel liegt. Über dem Sturz bleibt die Platte nach Knauf mindestens 40 cm hoch. Ein schmalerer Streifen ist nur mit raumhohen Platten zulässig. In die 2 mm starken UA-Profile drehen Sie Schnellbauschrauben mit Bohrspitze, Typ TB, etwa 3,5 × 25 mm. Schrauben vom Typ TN sind nach Knauf nur für Profile bis 0,7 mm Blechdicke gedacht. Der Schraubabstand bei einlagiger Beplankung beträgt höchstens 25 cm, wie in der übrigen Wand.

Abb. 7 · Gipsplatten über Eck um die Türöffnung, die Fugen über der Tür 17,5 cm von der Türkante entfernt - 8
Zarge setzen. Die mehrteilige Holzzarge kommt nach dem Beplanken. Montageschaum haftet an Stahlblech und an den Schnittkanten der Platten laut Zargenhersteller Grauthoff nur sehr begrenzt. Schrauben Sie deshalb zuerst Holzzulagen an die UA-Profile, als Haftgrund für den Schaum. Füllen Sie den Hohlraum zwischen Profil und Zarge mit Mineralwolle, wie Rigips es vorsieht, und schäumen Sie die Zarge auf mindestens 30 Prozent ihrer Rückseite ein. Wiegt das Türblatt 40 kg oder mehr, verschrauben Sie die Zarge am oberen Band zusätzlich mit dem UA-Profil. Ab 60 kg ist das nach Grauthoff unbedingt nötig.

Abb. 8 · Holzzarge in der Öffnung, dahinter Holzzulagen und Montageschaum an den UA-Profilen, die Tür geschlossen
CW-Profile an der Tür, obwohl Wand, Öffnung oder Türblatt über den Grenzen liegen. Die 0,6 mm dünnen Profile sind für diese Türlast nicht ausgelegt. Rigips und Knauf verlangen dann UA-Profile: ab 2,60 m Wandhöhe, 88,5 cm Öffnungsbreite oder 25 kg Türblatt.
Holzpfosten ins CW-Profil gesteckt statt UA-Profile. Laut Rigips ersetzt ein CW-Profil mit Holzpfosten kein UA-Profil. Bei Türen über den CW-Grenzen gehören immer UA-Profile in die Öffnung.
UA-Profil gestoßen oder nur am UW-Profil befestigt. Knauf schließt gestoßene UA-Einfachprofile aus. Rigips verlangt die kraftschlüssige Befestigung am tragfähigen Rohboden und an der Rohdecke. Das UA-Profil gehört in einem Stück und mit Türpfosten-Steckwinkeln oben und unten gedübelt in die Wand.
Plattenfuge auf dem UA-Profil oder in Verlängerung der Türkante. Knauf und Rigips schließen diese Lage aus. Die Fuge säße direkt am Türpfosten, der jede Bewegung der Tür aufnimmt. Die Platten über Eck zuschneiden, jede Fuge mindestens 15 cm von der Öffnung.
Schmaler Plattenstreifen über dem Sturz. Knauf lässt unter 40 cm Plattenhöhe über dem Sturz nur raumhohe Platten zu. Über dem Sturz mindestens 40 cm Platte, sonst raumhohe Platten verwenden.
Holzzarge nur mit Montageschaum direkt am Stahlprofil. Laut Grauthoff haftet Montageschaum an Stahlblech und Plattenkanten nur sehr begrenzt. Erst Holzzulagen an die UA-Profile schrauben, ab 40 kg Türblatt zusätzlich verschrauben.
| Wert | Größe | Quelle |
|---|---|---|
| CW reicht nur bis: Wandhöhe | 2,60 m | Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau |
| CW reicht nur bis: Öffnungsbreite | 88,5 cm | Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau |
| CW reicht nur bis: Türblatt | 25 kg | Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau |
| Blechdicke UA-Profil | 2,0 mm | Siniat Produktdatenblatt UA-Profil |
| Blechdicke CW-Profil | 0,6 mm | Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau |
| Türblatt mit UA 50, Breite bis 1010 mm | bis 50 kg | Knauf W11.de |
| UA-Profil kürzer als CW-Profil | ca. 40 mm | Knauf W11.de |
| Gleitender Deckenanschluss mit UA | bis 20 mm Durchbiegung | Knauf W11.de |
| Wandöffnung Holzzarge, Normtür 860 × 1985 mm | 900 × 2010 mm | Westag Register 6 |
| Wandöffnung nach DIN 18100 (Stahlzarge) | 885 × 2005 mm | Westag Register 6 |
| Abstand Plattenfuge zur Türöffnung | mindestens 150 mm | Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau |
| Platte über dem Sturz | mindestens 400 mm, sonst raumhohe Platten | Knauf W11.de |
| Abstand der Ständerprofile | höchstens 625 mm | Knauf W11.de |
| Schraubabstand einlagige Beplankung | höchstens 250 mm | Knauf W11.de |
| Montageschaum an der Zargenrückseite | mindestens 30 % | Grauthoff Einbauanleitung Holzzarge |
| Zarge zusätzlich verschrauben | ab 40 kg empfohlen, ab 60 kg zwingend | Grauthoff Einbauanleitung Holzzarge |
Welches Profil brauche ich für eine Tür in der Trockenbauwand?
UA-Profile aus 2 mm starkem Stahl, vom Rohboden bis zur Rohdecke. Normale CW-Profile reichen nach Rigips nur, wenn die Wand höchstens 2,60 m hoch, die Öffnung höchstens 88,5 cm breit und das Türblatt höchstens 25 kg schwer ist. Rigips empfiehlt UA-Profile an Türen grundsätzlich.
Wie schwer darf eine Tür in der Trockenbauwand sein?
Das hängt vom UA-Profil ab. Bei einer Türbreite bis 1010 mm nennen Knauf und Rigips für UA 50 bis 50 kg, für UA 75 bis 75 kg und für UA 100 bis 100 kg Türblattgewicht. Das Gewicht steht im Datenblatt der Tür.
Wie groß muss die Wandöffnung für eine Zimmertür sein?
Für eine Holzzarge mit Normtür, Türblatt 860 × 1985 mm, empfiehlt der Zargenhersteller Westag in Leichtbauwänden 900 × 2010 mm. Die Wandöffnung nach DIN 18100 beträgt 885 × 2005 mm. Maßgeblich ist das Datenblatt Ihrer Zarge.
Hält Montageschaum an Metallprofilen?
Nur sehr begrenzt, schreibt der Zargenhersteller Grauthoff. Schrauben Sie deshalb zuerst Holzzulagen an die UA-Profile und schäumen Sie die Zarge auf mindestens 30 Prozent ihrer Rückseite ein. Ab 40 kg Türblatt kommt eine Verschraubung am oberen Band dazu.
Darf eine Plattenfuge neben der Tür liegen?
Nicht auf dem UA-Profil und nicht in Verlängerung der Türkante. Rigips verlangt mindestens 15 cm Abstand zwischen Plattenfuge und Türöffnung. Die Platten werden deshalb über Eck um die Öffnung zugeschnitten.
- Knauf W11.de · Knauf Gips KG, System-Datenblatt W11_DSS.de Metallständerwände (W111.de–W116.de) 2026 — Türöffnungen S. 47–50: UA-Profil raumhoch, nicht gestoßen, ca. 40 mm kürzer als die Ständer; Türpfostensteckwinkel mit Dübeln; obere Schraube handfest für bis 20 mm Deckendurchbiegung; Sturz aus UW-Profil, eingeschnitten, abgeknickt, mit UA verschraubt; keine Plattenstöße auf Türständerprofilen; Platte über dem Sturz unter 400 mm nur mit raumhohen Platten; Türblattgewichte je UA-Größe (UA 50 bis 50 kg bei Breite bis 1010 mm); Schrauben TB für Profile über 0,7 mm, Abstand einlagig höchstens 250 mm (S. 67).
- Rigips Verarbeitungsrichtlinien Trockenbau · Saint-Gobain Rigips, Anleitung für das Fachhandwerk, 1. Auflage, Abschnitt 6.1.2 Türöffnungen 2018 — CW-Profile (0,6 mm) für Türzargen nur bis 260 cm Raumhöhe, 88,5 cm Türbreite und 25 kg Türblatt; CW mit Holzpfosten ersetzt kein UA; UA kraftschlüssig an Rohboden und Rohdecke; zwei CW über dem Sturz; Beplankungsfugen mindestens 150 mm von der Türöffnung; Platten am UA mit Schnellbauschrauben TB; Hohlraum zwischen Profil und Zarge dämmen.
- Siniat Produktdatenblatt UA-Profil · Siniat GmbH 2016 — UA-Profile aus verzinktem Stahl nach DIN EN 14195 / DIN 18182-1, Blechdicke 2,0 mm, Größen UA 50 bis UA 150, Flansch 40 mm.
- Westag Register 6 · Westag AG, Maße, Gewichte, Normen: Optimale Wandöffnung — Wandöffnung nach DIN 18100 885 × 2005 mm für ein gefälztes Türblatt 860 × 1985 mm; für Holzzargen in Leichtbauwänden empfiehlt Westag 15 mm mehr Breite und 5 mm mehr Höhe, also 900 × 2010 mm.
- Grauthoff Einbauanleitung Holzzarge · Grauthoff Türengruppe, Einbauanleitung Holzzarge mit Türblatt und Einbautipps 2018 — Montageschaum haftet an Stahlblechständern und Schnittkanten der Beplankung nur sehr begrenzt, daher zuerst Holzzulagen anschrauben; Schaum auf mindestens 30 % der Zargenrückseite; ab 40 kg Türblatt Verschraubung am oberen Band empfohlen, ab 60 kg unbedingt erforderlich.
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