Welcher Dübel für welche Wand? Am Beispiel Hängeschrank
- Schwierigkeit
- Einfach bis mittel
- Dauer
- ca. 1 Stunde
- Bohren
- mit Schlag nur in Beton
- Schraubenlänge
- Dübel + Anbauteil + Putz + 1 Ø
Welcher Dübel für welche Wand? Am Beispiel Hängeschrank: Ein Küchenschrank mit Geschirr wiegt schnell 100 Kilogramm. Ob er an der Wand hält, entscheidet der Dübel, und welcher Dübel passt, entscheidet Ihre Wand. Diese Anleitung zeigt es an einem 80 Zentimeter breiten Hängeschrank, der an einer Montageschiene hängt.
Kurz gesagt
Der Dübel richtet sich nach der Wand: in Beton und Vollstein ein Spreizdübel, in Hochlochziegel für schwere Lasten Injektionsmörtel mit Siebhülse, in Porenbeton ein Porenbetondübel, in Gipsplatten ein Hohlraumdübel aus Metall. Lochziegel, Porenbeton und Gipsplatte bohren Sie ohne Schlag, und die Schraube ist so lang wie Dübel, Anbauteil, Putz und ein Schraubendurchmesser zusammen.
Mengen für einen Hängeschrank von 80 cm an einer Montageschiene.
- Material zusammen
- ca. 40 €
Ohne Werkzeug. Preise: Median deutscher Online-Händler, Stand Oktober 2026. Regional und je nach Händler abweichend.
0 von 9 Schritten erledigt
| Ihre Wand | Dübel für den Schrank | Bohren | Loch |
|---|---|---|---|
| Beton, Vollstein | Spreizdübel 8 mm | mit Schlag, Bohrer 8 mm | 65 mm bei 15 mm Putz |
| Hochlochziegel | Injektionsmörtel mit Siebhülse | ohne Schlag | nach Packung der Siebhülse, plus Putz |
| Porenbeton | Porenbetondübel 10 mm | ohne Schlag, Bohrer 10 mm | 80 mm bei 15 mm Putz |
| Gipsplatte | Hohlraumdübel aus Metall | ohne Schlag, nur durch die Platte | nach Packung; höchstens 50 kg für diesen Schrank |
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Rechnen Sie mit dem Gewicht samt Inhalt. fischer setzt für einen Küchenschrank 20 kg Schrank, 50 kg Geschirr und Vorräte und 30 kg Zuschlag an, zusammen 100 kg. Ob das hält, entscheidet der Dübel, und welcher passt, entscheidet die Wand.

Abb. 1 · Ein Hängeschrank steht auf dem Boden, darauf Montageschiene und Bohrmaschine, daneben eine Person mit Wasserwaage - 2
Bestimmen Sie den Wandbaustoff. Bohren Sie an einer Stelle, die später der Schrank verdeckt, ein kleines Probeloch und sehen Sie sich das Bohrmehl an: Rotes Mehl kommt nach fischer von Ziegel, feines graues von Beton, weißes und sandiges von Kalksandstein oder Porenbeton, der sich auffallend leicht bohren lässt. Fällt der Widerstand beim Bohren immer wieder plötzlich ab, bohren Sie durch die Kammern eines Hochlochziegels. Klingt die Wand beim Klopfen hohl, ist es meist eine Gipsplatte.

Abb. 2 · Vier aufgeschnittene Wandproben mit ihrem Bohrmehl: Beton, Hochlochziegel, Porenbeton, Gipsplatte - 3
Suchen Sie die Leitungen. Nach DIN 18015-3 liegen Stromleitungen in Installationszonen: waagerecht 15 bis 45 cm unter der Decke und über dem Fußboden, senkrecht 10 bis 30 cm neben Türen, Fenstern und Ecken. Die Schiene für den Schrank sitzt hier knapp unter der oberen Zone. Darauf verlassen dürfen Sie sich nicht: Vor allem im Altbau ist laut Stiftung Warentest mit kreuz und quer verlegten Leitungen zu rechnen. Prüfen Sie jede Bohrstelle zusätzlich mit einem Leitungssucher.

Abb. 3 · Die Installationszonen auf der Wand, die Leitungen darin, Steckdose, Schalter und Tür - 4
Zeichnen Sie an. Ziehen Sie mit der Wasserwaage eine waagerechte Linie für die Oberkante der Schiene, hier gut 2 m über dem Boden, und markieren Sie darauf die Bohrlöcher, für diesen Schrank vier Stück. Liegt eine Markierung in einer Installationszone, setzen Sie die Schiene tiefer.

Abb. 4 · Die Bleistiftlinie für die Schiene und vier Kreuze für die Bohrlöcher - 5
Bohren Sie, passend zur Wand. Der Bohrer hat den Durchmesser des Dübels. Putz trägt nicht: Seine Dicke kommt zur Bohrtiefe dazu, damit der Dübel ganz im tragenden Material sitzt.
Beton und Vollstein. Spreizdübel mit 8 mm, Steinbohrer 8 mm, mit Schlag. Das Loch ist nach dem Datenblatt von fischer 10 mm tiefer als der Dübel lang ist: bei 40 mm Dübel und 15 mm Putz also 65 mm.

Schnitt: der Bohrer im Beton, hinter dem Putz Hochlochziegel. Für schwere Lasten nennt fischer Injektionsmörtel mit Siebhülse. Bohren Sie nur im Drehgang, ohne Schlag: Schlag zerbricht die dünnen Stege zwischen den Kammern. Bohrer und Tiefe nennt die Packung der Siebhülse, der Putz kommt dazu.

Schnitt: der Bohrer im Hochlochziegel, die Kammern daneben Porenbeton. Porenbetondübel mit 10 mm, ohne Schlag, sonst wird das Loch im weichen Stein zu groß. Das Loch ist nach fischer mindestens 65 mm tief, mit 15 mm Putz also 80 mm.

Schnitt: der Bohrer im Porenbeton Gipsplatte. Hohlraumdübel aus Metall. Bohren Sie ohne Schlag und nur durch die Platte, im Durchmesser, den die Packung nennt. Hinter der Markierung muss Hohlraum sein, kein Ständer.

Schnitt: der Bohrer durch die Gipsplatte, dahinter der Hohlraum - 6
Setzen Sie den Dübel. Bohrmehl im Loch lässt den Dübel schlechter halten; saugen oder blasen Sie es aus.
Beton und Vollstein. Schieben Sie den Dübel ganz hinein, bis er hinter dem Putz im Beton sitzt.

Schnitt: der Spreizdübel hinter dem Putz im Beton Hochlochziegel. Bürsten und blasen Sie das Loch mehrmals im Wechsel aus, wie es der Hersteller vorgibt. Dann stecken Sie die Siebhülse ein und füllen sie mit Mörtel aus der Kartusche.

Schnitt: die Siebhülse im Hochlochziegel, mit Mörtel gefüllt Porenbeton. Den Porenbetondübel schlagen Sie mit dem Hammer ein, bis er ganz im Stein sitzt; seine Rippen graben sich dabei in den weichen Stein.

Schnitt: der Porenbetondübel mit seinen Rippen im Stein Gipsplatte. Stecken Sie den Hohlraumdübel durch die Platte, bis sein Kragen vorn anliegt.

Schnitt: der Hohlraumdübel in der Gipsplatte, dahinter noch gerade - 7
Schrauben Sie die Schiene an. Die Schraube ist nach fischer so lang wie Dübel und Anbauteil zusammen, plus einen Schraubendurchmesser; sitzt der Dübel hinter dem Putz, kommt die Putzdicke dazu. Nur dann geht sie ganz durch den Dübel, und er wirkt auf voller Länge.
Beton und Vollstein. Hier etwa 6 × 70 mm. Beim Eindrehen drückt die Schraube den Spreizdübel auseinander, und er presst sich gegen die Bohrlochwand. Das Spreizen ist im Bild größer dargestellt, als es ist.

Schnitt: Schiene, Schraube und der gespreizte Dübel im Beton Hochlochziegel. Die Schraube drückt den Mörtel durch das Gitter der Siebhülse in die Kammern, wo er aushärtet und den Dübel festhält. Ziehen Sie die Schraube erst fest und belasten Sie die Schiene erst, wenn der Mörtel hart ist; die Zeit steht auf der Kartusche.

Schnitt: der Mörtel ist durch die Siebhülse in die Kammern gedrungen Porenbeton. Beim Eindrehen weitet die Schraube den Dübel, und seine Rippen pressen sich in den Stein.

Schnitt: Schiene, Schraube und Porenbetondübel Gipsplatte. Ziehen Sie den Hohlraumdübel mit der Schraube oder einer Montagezange fest: Hinter der Platte faltet er sich zu einer Rosette (vereinfacht dargestellt). Eine Ständerwand mit einer Lage Gipsplatte trägt nach Knauf höchstens 40 kg je Meter Wandlänge; ein 80 cm breiter und 30 cm tiefer Schrank darf mit Inhalt also höchstens 50 kg wiegen. Für mehr braucht die Wand eine Traverse.

Schnitt: der Hohlraumdübel hinter der Gipsplatte zur Rosette gefaltet - 8
Hängen Sie den Schrank auf. Heben Sie ihn an und hängen Sie ihn mit seinen Aufhängern in die Schiene. Mit den Stellschrauben der Aufhänger richten Sie Höhe und Abstand zur Wand ein. Räumen Sie ihn erst ein, wenn alles fest sitzt.

Abb. 8 · Der Hängeschrank hängt an der Montageschiene - 9
Leichter oder schwerer. Für leichtere Dinge, ein Bild oder die Kippsicherung eines Regals, genügen kleinere Dübel; die Regeln für Wand, Bohren und Schraube bleiben dieselben. Schwere oder bewegte Lasten wie ein schwenkbarer Fernsehhalter, ein Handlauf oder ein Waschtisch brauchen eigene Befestigungen, oft vom Fachbetrieb.

Abb. 9 · Der fertige Schrank an der Wand
Mit Schlag in Lochziegel oder Porenbeton gebohrt. Die Stege brechen, das Loch wird zu groß, der Dübel hält nicht. In Hochlochziegel und Porenbeton nur im Drehgang bohren.
Dübel sitzt im Putz. Der Putz trägt nicht, der Dübel zieht sich mit der Last heraus. Die Putzdicke zur Bohrtiefe addieren, der Dübel sitzt ganz im tragenden Material.
Schraube zu kurz. Der Dübel spreizt sich nicht auf voller Länge und hält nur einen Bruchteil. Schraube = Dübel + Anbauteil + Putz + ein Schraubendurchmesser.
Bohrloch zu groß oder nicht gereinigt. Der Dübel dreht durch oder sitzt locker. Bohrer im Dübeldurchmesser, Bohrmehl aussaugen oder ausblasen.
Schiene in eine Installationszone gesetzt. Der Bohrer trifft eine Stromleitung. Zonen nach DIN 18015-3 meiden und jede Bohrstelle mit dem Leitungssucher prüfen.
Schweren Schrank an eine Ständerwand ohne Prüfung gehängt. Die Gipsplatte trägt höchstens 40 kg je Meter, die Dübel reißen aus. Gewicht mit Inhalt rechnen, bei mehr Last eine Traverse oder eine andere Wand.
| Wand | Erkennen | Abwägung |
|---|---|---|
| Beton, Vollstein | Kalksandstein, Vollziegel | Hält am meisten. Mit Schlag bohren; der Spreizdübel spreizt sich gegen die Bohrlochwand. |
| Hochlochziegel | rotes Bohrmehl, Kammern | Nur im Drehgang bohren; für schwere Lasten Injektionsmörtel, der in die Kammern greift. |
| Porenbeton | weich, weißes Bohrmehl | Weich, bricht leicht aus. Ohne Schlag bohren, Porenbetondübel mit Rippen einschlagen. |
| Gipsplatte | Ständerwand, klingt hohl | Hohlraumdübel aus Metall; die Wand trägt höchstens 40 kg je Meter, dieser Schrank höchstens 50 kg. |