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L-Steine richtig setzen: So geht's

Dauer
2 Tage plus Aushärtung
Schwierigkeit
Mittel
Genehmigung
Ab etwa 1 m Höhe
Werkzeug
Rüttelplatte mieten
Schenkel 12 cm, Höhe 80 cm
Der Fuß liegt unter dem Hang und wird von ihm belastet
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L-Steine richtig setzen: So geht's: Eine Winkelstützwand aus L-Steinen hält einen Höhenunterschied von hier gut 60 Zentimetern. Der Fuß zeigt unter den Hang: Das Erdreich, das er tragen soll, drückt ihn selbst fest. Was die Wand hält, ist aber nicht der Stein, sondern das, was darunter und dahinter liegt.

Kurz gesagt

L-Steine stehen auf einem frostfreien Fundament: rund 80 cm tiefer Graben, 50 cm verdichteter Schotter, 15 cm Beton C16/20. Die Steine kommen mit 5 bis 10 mm Fuge ins Mörtelbett, hinten werden Fugen und Rückseite abgedichtet, ein Dränrohr im Kies führt das Wasser ab, und die Hinterfüllung wird lagenweise verdichtet.

Mengen für eine Wand von 3 m Länge aus 6 Steinen, 80 cm hoch.

Material zusammen
ca. 630–690 €

Ohne Werkzeug. Preise: Median deutscher Online-Händler, Stand Oktober 2026. Regional und je nach Händler abweichend.

0 von 9 Schritten erledigt

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    Verlauf markieren. Pflöcke setzen, Schnur spannen. Sie gibt Höhe und Flucht der Wandkrone vor und bleibt bis zum letzten Stein hängen.

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    Graben ausheben. Rund 80 Zentimeter tief, damit die Gründung frostfrei liegt. Auf jeder Seite fünf Zentimeter breiter als der Fuß, auf der Hangseite weitere 15 Zentimeter für die Drainage. Grabenboden verdichten und mit der Wasserwaage prüfen.

    Schnitt durch den Graben: 80 cm tief, hinten Platz für die Drainage
    Abb. 2 · Schnitt durch den Graben: 80 cm tief, hinten Platz für die Drainage
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    Frostschutzschicht einbauen. Etwa 50 Zentimeter Schotter oder Kies-Sand-Gemisch, in Lagen von 15 bis 20 Zentimetern eingebracht und jede Lage mit der Rüttelplatte verdichtet. Die Schicht führt Wasser ab und hebt sich bei Frost nicht.

    Schnitt: 50 cm verdichteter Schotter im Graben
    Abb. 3 · Schnitt: 50 cm verdichteter Schotter im Graben
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    Fundament betonieren. Etwa 15 Zentimeter Beton C16/20, beidseitig etwas breiter als der Fuß. Oberfläche abziehen und waagerecht zur Schnur prüfen. Je nach Temperatur vier bis sieben Tage aushärten lassen, bevor der erste Stein steht.

    Schnitt: Streifenfundament aus 15 cm Beton auf dem Schotter
    Abb. 4 · Schnitt: Streifenfundament aus 15 cm Beton auf dem Schotter
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    Steine setzen. Dünnes Mörtelbett auftragen, den Stein mit Hebegerät einheben, an der Schnur ausrichten und in beide Richtungen mit der Wasserwaage prüfen. Zwischen den Elementen fünf bis zehn Millimeter Fuge lassen, sie nimmt Temperaturbewegung auf. Ein Stein von 150 Kilogramm, der kippt, bricht einen Fuß. Niemals zwischen Stein und Fundament greifen.

    Die Steine an der Schnur ausgerichtet, Fuge zwischen den Elementen
    Abb. 5 · Die Steine an der Schnur ausgerichtet, Fuge zwischen den Elementen
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    Beton anböschen. Vorn und hinten am Fuß den Beton keilförmig andrücken. Der Keil fixiert den Stein gegen den kommenden Erddruck.

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    Fugen und Rückseite abdichten. Jede Stoßfuge auf der Rückseite mit Bitumen-Fugenband überdecken. Danach eine Noppenbahn über die ganze Rückseite, Noppen zur Wand, oben knapp unter der Krone enden lassen.

    Rückseite der Wand mit Fugenband und Noppenbahn
    Abb. 7 · Rückseite der Wand mit Fugenband und Noppenbahn
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    Drainage legen. Dränrohr DN 100 am Fuß der Wand, mit ein bis zwei Prozent Gefälle zu einem Ablauf oder Sickerschacht. Rohr in Kies 16/32 einbetten und die Kiespackung rundum mit Vlies einschlagen.

    Schnitt: Dränrohr im Kies, Kies im Vlies
    Abb. 8 · Schnitt: Dränrohr im Kies, Kies im Vlies
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    Hinterfüllen. In Lagen von etwa 30 Zentimetern, jede Lage verdichtet. Unten Kies, darüber ein Vlies als Trennlage, oben Oberboden bis etwa acht Zentimeter unter die Krone. Mit der Rüttelplatte nicht direkt an die frische Wand fahren; der erste halbe Meter wird von Hand verdichtet.

    Schnitt durch die fertige Wand: Kies, Vlies, Oberboden
    Abb. 9 · Schnitt durch die fertige Wand: Kies, Vlies, Oberboden

Ohne Fundament gesetzt. Auf Erde oder nur auf Schotter kippt die Wand mit dem ersten Frost. Das Fundament ist kein Extra, sondern das, was die Wand hält.

Zu flach gegründet. Unter 80 Zentimetern friert der Boden unter dem Fundament und hebt es an. Im Frühjahr sackt es ungleichmäßig zurück, die Fugen reißen auf.

Fugen dicht gestoßen. Ohne die fünf bis zehn Millimeter Fuge platzen bei Temperaturwechsel die Kanten ab.

Keine Drainage. Wasser staut sich hinter der Wand, der Wasserdruck kommt zum Erddruck dazu, im Winter gefriert es und hebt die Hinterfüllung. Die Wand kippt nach vorn.

Schnitt: ohne Drainage steht das Wasser hinter der Wand
Schnitt: ohne Drainage steht das Wasser hinter der Wand

Mit Erde hinterfüllt. Erde direkt hinter der Wand hält Wasser, verschlammt den Kies und setzt das Dränrohr zu. Kies unten, Vlies als Trennlage, Erde nur oben.

In einer Lage hinterfüllt. Eine Meter hohe Schüttung lässt sich nicht verdichten. Sie sackt über Jahre nach, und die Krone der Wand wird zur Stolperkante.

Stand: September 2026

Diese Anleitung ersetzt keine Fachberatung und keine Fachplanung.